Wir über uns

rueckblickForstwirtschaft auf standörtlich-vegetationskundlicher Grundlage bedeutet die Individualität der Lebensräume zu berücksichtigen und gleichzeitig das Leistungspotential der Natur optimal zu nutzen. Dies ist ein höchst ökologischer Ansatz, weil Strukturen geschont und nicht verletzt werden müssen (Nachhaltigkeitsprinzip). Um dem vielschichtigen Wandel unserer Realwelt wirkungsvoll und dynamisch begegnen zu können, sind ökologische, historische, chorologische und soziologische Analysen unerlässlich. Auf unseren Tagungen mit Fachvorträgen und Exkursionen werden alle Einzelkomponenten zu einem schlüssigen Gesamtbild verbunden.

Große Themenvielfalt

Es wird ein weiter Bogen gespannt von den naturräumlichen Grundlagen zur Forstlichen Standorterkundung, von der historischen Waldentwicklung bis hin zu naturnahen Wäldern und Waldgesellschaften. Unsere Tagungen bieten darüber hinaus:

  • Fortlaufende Überprüfung und Verbesserung von waldökologischen Datengrundlagen für die forstliche Praxis (z.B. Thema "Standortkartierung" und "Digitale Standortklassifikation").
  • Optimales Verknüpfen aller standort- und vegetationskundlichen Daten ("kombinierte Verfahren").
  • Treffen mit Kollegen und Kolleginnen aus unterschiedlichen Disziplinen, aus unterschiedlichen Ländern; Austausch zwischen Jung ("Innovationen") und Alt ("Erfahrungen").
  • Die Exkursionspunkte mit exklusiv angelegten und beschriebenen Bodenprofilen ermöglichen es, unmittelbar am Objekt auch subtile Aspekte der Standort- und Vegetationsanalyse kennen zu lernen.
  • Pointiert geführte Diskussionen zeigen die Möglichkeiten und Grenzen der Aussagekraft von Messwerten und Indikatoren auf.

Gestaltung von Zukunftsfeldern

Die AFSV bietet die attraktive Möglichkeit, verschiedene Zukunftsfelder mitzugestalten. Neue Möglichkeiten bieten z.B. die Forstliche Standortklassifikation mit digitalen Werkzeugen, der Einsatz von Fernerkundungstechnologie und der Aufbau von Standortsdatenbanken und Vegetationsdatenbanken.

Standortkundliche und vegetationskundliche Daten lassen für zahlreiche Zukunftsfelder nutzen (GIS-gestützte forstliche Standortsmodellierung, Bewertung von Biodiversität und Naturnähe, Zustandswandel in der Bodenvegetation, Forstplanung und Prozess-Schutz, Monitoring von Natura-2000-Wald-Lebensraumtypen, Moor-Renaturierung). Hochvakant ist das Themenfeld „Wald und Klima": Wie verändern sich die Eigenschaften unserer Standorte (Integration sommerlicher Trocken- und Hitzeperioden in die Standortsbeschreibung) und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die potenzielle natürliche Vegetation und das waldbauliche Baumartenspektrum ? Die AFSV möchte diese neuen Themenfelder mitgestalten, vorantreiben und prägen, indem sie

  • Arbeitsgruppen einrichtet (Schwerpunkte auf hohem Niveau),
  • externe Experten hinzuzieht,
  • Workshops und Tagungsvorträge organisiert,
  • Aktivitäten mit anderen Vereinigungen koordiniert und abstimmt (z.B. Kooperation mit der Floristisch-Soziologischen Arbeitsgemeinschaft),
  • internationale Kontakte verstärkt,
  • Konzepte und Ausarbeitungen zu Schwerpunktthemen an gezielt ausgewählten Objekten vor Ort im Gelände diskutiert und erprobt,
  • den Diskussionsstand protokolliert,
  • durch interessierte Mitgliedern weiter ausarbeitet und
  • qualifizierte Fachbeiträge liefert (z.B. Fachportal "Wald und Klima")